Dieser Gast war gern gesehen: Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung, überreichte jetzt bei einem Besuch in Steele einen Briefumschlag mit der Förderzusage der Nordrhein-Westfalen-Stiftung über 50.000 Euro an Franz-Josef Britz, den Vorsitzenden des Fördervereins der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung. Den Zuschuss der Nordrhein-Westfalen-Stiftung kann der Verein nun einsetzen, um die Kapelle am ehemaligen Waisenhaus der Fürstäbtissin zu restaurieren.

Gemeinsam mit Stiftungsdirektor Hans-Wilhelm Heidrich und weiteren Fördervereinsmitgliedern wurden die Pläne für die Instandsetzung näher erläutert. Zwar macht die Anlage des früheren Waisenhauses mit ihrer Barockkirche und den beiden Wohnflügeln auf den ersten Blick einen gepflegten Eindruck. Auf den zweiten Blick jedoch zeigt sich, dass bei der Mitte des 18. Jahrhunderts erbauten Anlage jetzt zeitnah einige grundlegende Sanierungsarbeiten erforderlich sind, besonders dringend ist es im Inneren der Kapelle. Neben dem Zuschuss der NRW-Stiftung, eigenen Mitteln aus der Vereinskasse und weiteren Zuschüssen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz benötige der Steeler Förderverein aber noch zusätzliche Spenden, um die notwendigen Maßnahmen durchführen zu können, erklärte Britz.

Der frühere NRW-Umweltminister und Landtagspräsident Uhlenberg lobte bei seinem Besuch die Arbeit der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung und das Engagement des noch jungen Fördervereins. Denkmalpflege beginne nicht erst dann, wenn nichts mehr zu retten sei – für den Erhalt sei auch Weitsicht gefragt.

In Essen konnte die NRW-Stiftung übrigens schon mehrfach helfen: Das Gartenhaus Dingerkus in Werden öffnete im letzten Jahr nach umfassender Restaurierung seine Pforten, und auch bei der aufwendigen Instandsetzung des Deilbachhammers in Kupferdreh ist die NRW-Stiftung beteiligt. Das Geld für ihre Förderungen erhält die in Düsseldorf ansässige Stiftung überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden.