Förderprojekt: Die Restaurierung der Kapelle

Die Renovierung und Restaurierung von Kirchen gehört zu den schwierigsten Aufgaben eines Restaurationsunternehmens. Über die Bewältigung technischer Probleme hinaus fordern sie die geistige Auseinandersetzung mit der gemauerten Manifestation des Glaubens und die Achtung vor der Vergangenheit, deren Zeugnisse manchmal erst während der Arbeiten zutage treten. Nun ist die Kapelle fertig saniert und strahlt in neuem Glanz.

Auch der barocken Kapelle der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung sah man die Spuren 250-jähriger Geschichte an. Seit der letzten Restaurierungsphase Ende der 1960er Jahre wurden stets notwendige, kleinere Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Nach nunmehr 5 Jahrzehnten wurde ein grundlegender Innenanstrich dringend erforderlich. Bei dieser Gelegenheit wurde eine Putz- und Risssanierung ebenso wie eine Instandsetzung der technischen Anlagen und eine Überarbeitung des Holzwerkes und der Böden geplant.

Da das Thema Licht im Barock eine zentrale Rolle spielte, war es auch in der neuen Farbkonzeption der Kölner Ausstellungsgestalterin Ingrid Bussenius die Hauptintention der Kapelle wieder mehr Licht zu geben. Die Farbe, die dem Licht am nächsten ist, ist gelb. Während die Wände in einem gebrochenen Weißton gefasst wurden, wurden die Pilaster der Choreinfassungen gelb gestaltet. Es ist ein leicht vergrauter Gelbton, der die Altäre nicht überstrahlt, sondern sie einbindet und räumlich zusammenfasst. Der Steinboden der Kapelle wurde ebenfalls aufgearbeitet, da er in den 1950er und 1960er Jahren mit Bohnerwachs behandelt wurde, und somit immer dunkler wurde.

Durch Schleifen wurd der originale Farbton wieder herausgearbeitet und das schöne Karomuster aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Ebenso wurde an den Marmorverkleidungen an den Seitenwänden verfahren. Die helle Marmorisierung ist nach der Restauration wieder voll zur Geltung gekommen. Auch die Teppiche und Polster wurden dem neuen Farbkonzept angepasst und sollen eine Hinführung zu den drei großen Barockaltären darstellen, die zusammen mit den Beichtstühlen und den Bänken ebenfalls gereinigt wurden. Insbesondere die Altäre als bedeutendste Objekte der Kapelle müssen in einem guten Licht erscheinen. Hierfür entstand ein Lichtkonzept, das die Altäre gut ausleuchtet und beim Hochaltar in der Mitte der Kapelle für Tiefenwirkung sorgt.
Die Restaurierungsmaßnahmen  begannen am 07. Januar und wurden am Palmsonntag 2019 mit dem feierlichen Gottesdienst beendet.